Samenfestigkeit, F1- Hybriden & Co

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Was bedeutet eigentlich Samenfestigkeit und was sind F1- Hybriden? Diesen Fragen möchte ich gerne im folgenden Blogbeitrag auf den Grund gehen.

Die Kennzeichnung „Samenfest“ steht meistens auf Bio-Saatguttüten. Samenfestigkeit bedeutet, dass wenn du die Samen einer Pflanze anbaust wird die Pflanze die gleichen Eigenschaften (Wuchshöhe, Geschmack, Farbe, etc.) besitzen wie die der Mutterpflanze.

Die sogenannten F1 Hybride geben diese Eigenschaften der Mutterpflanze NICHT weiter! Diese Kennzeichnung findest du vor allem bei Saatgut aus Bau-und Supermärkten. Viele dieser Pflanzen sind also in ihrer Fortpflanzung gehemmt und bilden z.B. keinen Nektar für Insekten.

Mit samenfesten Saatgut bist du unabhängig von Saatgutkonzernen und kannst deine eigenen Samen immer wieder verwenden. Viele Bio-Saatguthändler verkaufen alte Sorten die in der konventionellen Landwirtschaft nicht angebaut werden. Die Vielfalt der Obst-und Gemüsepflanzen wird nur durch das Anbauen gewährleistet. Denn nach ein paar Jahren verlieren die Samen in der Regel ihre Keimfähigkeit. Mit dem Anbau und der Vermehrung von samenfesten Saatgut trägst du zu dem Erhalt der biologischen Vielfalt bei.

Aber was bedeutet nun genau F1- Hybride?

F1 kommt aus der Vererbungslehre. Es ist die „erste Tochtergeneration“ einer Kreuzung (das F steht für filia Lat. für “Tochter”). Diese Kreuzungen werden gemacht um besondere Merkmale hervorzuheben wie zum Beispiel besonders großes oder kernloses Gemüse. Dieses Saatgut ist nicht samenfest und wird in 2. Generation andere Eigenschaften haben sofern es überhaupt keimt.

Quellen:

https://stadt-land-blüht.de/alles-zum-saatgut/

https://einstueckarbeit.de/gruenzeug/samenfestes-saatgut/